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Wiedergutmachung phasenweise geglückt

22.01.2026

Am vergangenen Wochenende standen für die Jugendleistungsteams des Freak City Bamberg e.V. erneut anspruchsvolle Aufgaben auf dem Programm. Gegen körperlich starke und hochklassige Gegner aus München und Nürnberg sammelten die Bamberger wichtige Erfahrungen – sowohl in Form positiver Entwicklungsschritte als auch viel Optimierungsbedarf.

U14-1 Bayernliga
Freak City Bamberg – TSV München Ost 62:86
( 13:27 / 18:16 / 16:18 / 15:25 )

„Die Geschichte dieses Spiels ist schnell erzählt: Wenn man in zwei Vierteln jeweils den Start verschläft, kann man gegen eine Mannschaft wie München Ost nicht gewinnen“, fasste Headcoach Niklas Ruckdeschel die Partie treffend zusammen.

Die Gastgeber gerieten von Beginn an deutlich ins Hintertreffen und liefen früh einem 2:15-Rückstand hinterher. Gegen die körperlich sehr präsenten Münchner war diese Hypothek letztlich zu hoch. Zwar kämpften sich die jungen Bamberger in Viertel zwei und drei stabil ins Spiel zurück und gestalteten diese Spielabschnitte weitgehend ausgeglichen, doch im Schlussviertel wiederholte sich das Bild aus dem ersten Abschnitt. Die Wurfquote sank, während München Ost zahlreiche zweite Chancen durch offensive Rebounds nutzte und den Vorsprung kontinuierlich ausbaute.

U16-2 Bayernliga
Post SV Nürnberg – Freak City Bamberg 70:89
( 15:26 / 19:15 / 10:24 / 26:24 )

Die Mannschaft von Ricardo Cabezas und Dunia Huwé wurde ihrer Favoritenrolle gerecht und zeigte insgesamt eine klare Leistungssteigerung im Vergleich zum Hinspiel. Allerdings offenbarte die Partie weiterhin die größte Baustelle der Bamberger: die fehlende Konstanz über 40 Minuten.

Freak City übernahm im ersten Viertel früh die Kontrolle, dominierte phasenweise und schloss den Abschnitt mit einem starken 11:0-Lauf ab. In der Folge nahmen die Gäste jedoch etwas den Fuß vom Gas, erlaubten Nürnberg einfache Punkte und ließen den Vorsprung bis zur Halbzeit auf 34:41 schrumpfen.

Nach der Pause folgte erneut eine deutliche Reaktion: Mit einem 15:2-Lauf im dritten Viertel erspielten sich die Bamberger zwischenzeitlich eine 23-Punkte-Führung. Trotz eines erneut ausgeglicheneren Schlussabschnitts geriet der Sieg nicht mehr in Gefahr.

Ricardo Cabezas zeigte sich nach dem Spiel zwiegespalten:„Glückwunsch an die Mannschaft zum Sieg. Es ist schön zu sehen, dass die Jungs unsere Inhalte immer besser verinnerlichen und defensiv immer mehr zusammenwachsen. Was uns jedoch nicht gefallen kann, ist unsere Wechselhaftigkeit. Wir dominieren das erste und dritte Viertel – und agieren im zweiten und vierten phasenweise so, als hätten wir noch nie zusammengespielt.“

JBBL / U16-1
FC Bayern München – Freak City Bamberg 114:86
( 29:24 / 25:23 / 29:12 / 31:27 )

Auch in der JBBL zeigte sich ein bekanntes Muster. Über weite Strecken hielten die Bamberger gegen das Topteam aus München gut dagegen, ehe ein einziger schwacher Spielabschnitt den Ausschlag gab.

Bis zur Halbzeit verlief die Partie ausgeglichen, kein Team konnte sich entscheidend absetzen. Erst gegen Ende des zweiten Viertels gelang es den Bayern, sich etwas aus dem defensiven Druck der Gäste zu lösen. Der Knackpunkt folgte dann direkt nach der Pause, als Freak City einen schnellen 8:0-Lauf kassierte und der Rückstand erstmals zweistellig wurde.

Von diesem Moment an gelang es den Bambergern nicht mehr, entscheidend zu verkürzen – auch wenn sich das Team zu keinem Zeitpunkt aufgab und bis zum Schluss mit großem Einsatz spielte.

Assistenztrainerin Dunia Huwé zeigte sich entsprechend stolz, aber auch etwas enttäuscht:„Drei Viertel lang haben wir hier sehr gut mitgehalten und eine starke Leistung gezeigt – nur um dann ein Viertel komplett herzuschenken. Das ist schade für die Jungs, denn heute wäre definitiv mehr möglich gewesen.“

FAZIT:

„Dieses Wochenende hat uns erneut gezeigt, wie entscheidend Physis in unserem Sport ist und dass man damit auch fehlendes Talent kaschieren kann. Wir sind dennoch auf einem guten Weg und sehr dankbar für unsere Trainer, die sich täglich mit unseren Bamberger Jungs in die Halle stellen und sie konsequent an ihre Leistungsgrenzen – und darüber hinaus – führen. Dass wir überhaupt in der Lage sind, über längere Phasen mit Teams aus München mitzuhalten, ist für uns als kleines fränkisches Städtchen alles andere als selbstverständlich.“
Simon Bertram (Jugendkoordinator)