Freak City Nachwuchs bei Meisterschaften erfolgreich
Die U14 um die Coaches Ruckdeschel und Lenz hatte sich nach einer starken Saison als Viertplatzierter für das Top4 qualifiziert und traf am Campus des FC Bayern München auf den TSV München Ost, die Nürnberg Falcons sowie den Gastgeber selbst. Gespielt wurde im Modus „Jeder gegen Jeden“.
Im ersten Spiel des Turniers traf man auf den starken Nachwuchs aus München-Ost, gegen den man in der Saison bereits einmal gewonnen und einmal verloren hatte. Nach einer langen Anreise und frühem Aufstehen verschliefen die Bamberger jedoch das erste Viertel komplett (9:17) und liefen im Anschluss einem konstanten Rückstand hinterher. Die übrigen Viertel gestalteten sich zwar ausgeglichen (9:9, 12:12, 16:19), dennoch war die 44:57-Niederlage gegen ein hervorragend eingestelltes Team aus München verdient. Damit war ein Weiterkommen frühzeitig in weite Ferne gerückt.
Im zweiten Spiel wartete mit dem FC Bayern München der nächste Hochkaräter. Auch hier zeigte sich ein ähnliches Bild: Drei Viertel auf Augenhöhe (15:22, 14:12, 12:14) reichten nicht aus, da ein schwaches zweites Viertel (6:18) den Ausschlag zugunsten der Gastgeber gab. Am Ende stand eine 47:66-Niederlage auf der Anzeigetafel, die dem Spielverlauf nach etwas zu hoch ausfiel, den Bayern jedoch einen verdienten Sieg bescherte.
Nach einem gemeinsamen Abendessen und ausreichend Regeneration kam es am Sonntag zum abschließenden Duell mit den Nürnberg Falcons, die sich bereits vorzeitig den bayerischen Meistertitel gesichert hatten. Erneut starteten die Ruckdeschel-Schützlinge schläfrig (12:21), steigerten sich jedoch im weiteren Verlauf deutlich und kämpften sich mehrfach aus zweistelligen Rückständen zurück. Entscheidenden Anteil am Erfolg hatte das Schlussviertel, das die Bamberger mit 22:12 für sich entschieden, nachdem bereits die Viertel zwei (20:17) und drei (21:19) gewonnen worden waren. So stand am Ende ein vielumjubelter 75:69-Sieg gegen den frischgebackenen Meister – ein versöhnlicher Abschluss eines intensiven Turniers.
„Für uns als kleines Bamberg war allein die erneuteTeilnahme am Top4 ein riesiger Erfolg. Nachdem wir bereits letztes Jahr mit den 2011ern dabei waren, wollten wir das Kunststück mit den 2012ern unbedingt wiederholen und haben uns das zweite Jahr in Folge für die bayerische Meisterschaft qualifiziert. Was die Jungs und das Trainerteam diese Saison erneut geleistet haben, spricht für die Qualität unserer nachhaltigen Arbeit."
„Ich habe diese Jungs teilweise drei Jahre sehr intensiv begleitet und bin stolz darauf, wie sie sich sowohl basketballerisch als auch persönlich weiterentwickelt haben. Wir haben in diesen Jahren als Gruppe viele tolle Erfahrungen gemacht und sind sehr eng zusammengewachsen. Genau dieser Zusammenhalt hat uns über diese zwei Jahre getragen und dazu geführt, dass wir mehr als nur eine Mannschaft geworden sind. Diese Verbindung wird hoffentlich noch lange bestehen bleiben.“
Die U18 trat bei ihrer Meisterschaft in einem Top6-Format mit zwei Dreiergruppen an, in denen die jeweiligen Sieger der sechs bayerischen Regierungsbezirke aufeinandertrafen. Die Mannschaft aus Breitengüßbach/Bamberg, betreut von den Coaches Ricardo Cabezas, Dunia Huwé und Gilberto Hernandez, traf in der Gruppenphase auf den TV Vach und den MTSV Schwabing. In der Parallelgruppe spielten die Fibalon Baskets Neumarkt, der TSV Nördlingen und die TG 48 Würzburg.
Direkt im ersten Spiel kam es zum Duell mit dem späteren Finalgegner aus Schwabing. In einer ausgeglichenen Partie mit acht Führungswechseln und ebenso vielen Gleichständen behielten die Güßbacher am Ende knapp mit 50:48 die Oberhand. Durch den anschließenden deutlichen Sieg Schwabings gegen Vach war der Gruppensieg praktisch gesichert. Gegen Vach ließ man im zweiten Gruppenspiel nichts anbrennen und gewann deutlich mit 73:33.
Damit stand fest, dass man im Halbfinale auf Gastgeber Nördlingen treffen würde. Dort konnte man auch wieder auf Kapitän Jonas Mendl zurückgreifen, der am Vortag noch mit Baunach in Leipzig im Einsatz gewesen war und früh morgens anreiste. In einem weiteren spannenden Spiel setzte sich das Team knapp mit 60:56 durch. Ausschlaggebend war ein starkes Schlussviertel (19:11), in dem Mendl mit sieben der letzten zehn Punkte Verantwortung übernahm.
Mit dem Finaleinzug war zugleich die Qualifikation für die Anfang Mai stattfindende RLSO-Meisterschaft gesichert. Im Endspiel traf man erneut auf Schwabing. Nach einem ordentlichen Start (16:14 im ersten Viertel) verlor das Team im zweiten Abschnitt komplett den Rhythmus und musste diesen deutlich mit 8:34 abgeben – eine Vorentscheidung im Kampf um den Titel. Zwar stabilisierte man sich in der zweiten Halbzeit wieder, konnte den Rückstand jedoch nicht mehr entscheidend verkürzen und unterlag am Ende mit 50:85.
„Ich bin sehr stolz auf die Jungs und die Mannschaft. Wir haben dieses Turnier zur Hälfte ohne unseren Kapitän gespielt, komplett ohne unseren zweitbesten Scorer Hannes Jacob, der seit drei Monaten in Australien ist, und ohne Jalen Exson, der aufgrund seines NBBL-Passes nicht spielberechtigt war. Wir sind hier mit drei 14-Jährigen und vier 15-Jährigen angetreten und haben uns trotzdem den zweiten Platz erkämpft. Von daher bin ich sehr zufrieden, auch wenn wir natürlich alle gerne das Finale gewonnen hätten. Jetzt geht es in zwei Wochen mit der nächsten Meisterschaft weiter, bei der wir die Chance haben, zu zeigen, dass das Finale nur ein Ausrutscher war.“
Fazit:
Ein intensives und erfolgreiches Meisterschaftswochenende liegt hinter Freak City Bamberg und seinen Partnerteams. Mit Platz zwei in der U18 und einem starken Auftritt der U14 unterstreicht der Verein einmal mehr seine hervorragende Nachwuchsarbeit. Neben sportlichen Erfolgen stehen vor allem Entwicklung, Teamgeist und nachhaltige Ausbildung im Vordergrund – und genau diese Werte wurden an diesem Wochenende eindrucksvoll bestätigt.