Charakter, Entwicklung und ein starkes Zeichen gegen den Tabellenführer
Ein intensives Wochenende liegt hinter den Jugendteams des Freak City Bamberg e.V. In einigen Partien leuchteten klare Ergebnisse von der Anzeigetafel, spiegelten aber nicht immer den gesamten Spielverlauf wieder. Zwischen körperlicher Unterlegenheit, kämpferischen Glanzleistungen und einem gelungenen Hauptrundenabschluss in der JBBL zeigte sich erneut, worum es in Freak City geht: Ausbildung, Widerstandsfähigkeit und Teamgeist.
U16-3 Bezirksoberliga
Freak City Bamberg – BBC Coburg 76:131
( 18:39 / 23:27 / 24:31 / 11:34 )
Wie bereits im Vorfeld erwartet, stellte der ungeschlagene Tabellenführer aus Coburg die jungen Freaks vor enorme körperliche Herausforderungen. Die Gäste agierten mit viel Physis, Tempo und konsequentem Zug zum Korb – Vorteile, die sich früh auf der Anzeigetafel widerspiegelten.
Dennoch zeigte die überwiegend aus U14 und U13-Spielern bestehende Mannschaft über weite Strecken eine engagierte Leistung. Spielerisch war man phasenweise sogar überlegen, bewegte den Ball gut und fand ordentliche Lösungen. Allerdings fehlten gegen die körperliche Präsenz der Coburger häufig die Möglichkeiten, diese Vorteile auch in Zählbares umzuwandeln.
„Wir haben zweieinhalb Viertel wirklich gut mitgehalten. In den anderen Phasen war die Gegenwehr zu gering bzw die körperliche Überlegenheit der Coburger zu deutlich“, ordnete Headcoach Niklas Ruckdeschel ein. „Glückwunsch an starke Coburger zum verdienten Sieg – und Glückwunsch auch an meine Mannschaft für eine engagierte Leistung.“
Positiv hervorzuheben bleibt die große Rotation: Alle Spieler erhielten viel Einsatzzeit und konnten wichtige Erfahrungen gegen ein Topteam sammeln.
U14-2 Landesliga
TTL Basketball Bamberg – Freak City Bamberg 92:62
( 19:11 / 27:15 / 18:16 / 28:20 )
Ein ähnliches Bild zeigte sich im Stadtduell der U14-2. Auch hier war der Gegner körperlich deutlich überlegen, während die jungen Freaks spielerisch auf Augenhöhe agierten und mit einer klar erkennbaren Spielidee auftraten.
Vor allem die Würfe von außen wollten an diesem Tag nicht fallen, wodurch man sich für gute Ballbewegung und saubere Abschlüsse nicht belohnen konnte. Positiv stimmte jedoch die zweite Halbzeit, die deutlich ausgeglichener gestaltet wurde.
„Der Altersunterschied ist am Ende einfach zu groß“, erklärte Simon Bertram. „Bei uns spielen Kinder, die aktuell auch noch U12 spielen und viele biologisch jüngere U13 Jahrgänge. Beim Gegner stehen – wie so oft in der Liga – fast nur ältere Jahrgänge und sogar mehrere U15-Spieler mit Sonderlizenz auf dem Feld. Da kannst du einfach nicht mehr ausrichten.“
Insofern zeigte sich das Trainerteam mehr als zufrieden mit der Leistung. Die Entwicklung stimmt – auch wenn sich das noch nicht immer im Ergebnis widerspiegelt.
U18-1 Landesliga
TSV Breitengüßbach – Post SV Nürnberg 87:61
(21:20 / 20:17 / 32:8 / 14:16)
Wieder einmal war es ein starkes drittes Viertel, das die Partie entschied. Nach einer durchwachsenen ersten Halbzeit, in der man gegen die Nürnberger Zonenverteidigung kaum Lösungen fand und viele schwierige Würfe nehmen musste, drehte Breitengüßbach nach der Pause auf.
Die defensive Intensität wurde deutlich erhöht, Ballgewinne forciert und daraus einfache Punkte generiert. Der 32:8-Lauf im dritten Abschnitt stellte die Weichen klar auf Sieg.
„Es macht immer viel Spaß, zu den Spielen zu kommen und mit den Jungs zu arbeiten“, schwärmte Headcoach Ricardo Cabezas. „Wie sie miteinander umgehen, zusammen spielen, verteidigen, kämpfen und ihr Herz auf dem Feld lassen, sollte als Beispiel für jede Mannschaft in unserem Verein gelten.“
Mit diesem Erfolg bleibt Breitengüßbach weiter ungeschlagen und unterstreicht seine Ambitionen eindrucksvoll.
U14-1 Bayernliga
Freak City Bamberg – FC Bayern München 58:79
( 12:23 / 19:20 / 12:18 / 15:18 )
Trotz Niederlage fühlte sich dieses Spiel beinahe wie ein Sieg an. Gegen den Tabellenführer aus München zeigte die U14-1 eine deutliche Steigerung zum Hinspiel und trat – abgesehen vom kurzfristig verletzungsbedingt ausgefallenen Maxi Geßlein – nahezu komplett an.
Nach einem durchwachsenen ersten Viertel, in dem der Ball nicht fallen wollte, steigerten sich die Freaks kontinuierlich. Die restlichen drei Viertel wurden absolut auf Augenhöhe gestaltet, defensiv agierte man mit enormer Energie und Einsatzbereitschaft.
„Spieler mussten teilweise ausgewechselt werden, weil sie keine Luft mehr bekommen- und zuvor alles auf dem Feld gelassen haben“, berichtete Niklas Ruckdeschel. „Jeder war bereit, sich für das Team zu opfern. Die defensive Energie heute war unglaublich – trotz Niederlage fühlt es sich wie ein Sieg an.“
Auch Jugendkoordinator Simon Bertram fand deutliche Worte: „Statistisch gesehen dürften wir mit Teams wie Bayern gar nicht mithalten dürfen. Unser Einzugsgebiet in Oberfranken ist im Vergleich zu München winzig. Aber durch langfristige ausgelegte Talentidentifikation und die hervorragende Arbeit von Niklas und Chris kommen die Jungs top eingestellt immer wieder an ihr Limit und sind bereit, mit den Trainern durch Wände zu gehen. Mit so einer Leistung können wir gegen jeden Gegner mithalten.“
Ein starkes Zeichen im engen Rennen um die Top4-Plätze.
JBBL / U16-1
Freak City Bamberg – CYBEX Talents BBC Bayreuth 68:57
( 17:8 / 12:22 / 19:14 / 20:13 )
Mit einem Heimsieg verabschiedete sich die JBBL-Mannschaft aus der Relegationsrunde – spielerisch jedoch mit Luft nach oben. Über weite Strecken war es eines der schwächsten Saisonspiele, auch weil Bayreuth im Verlauf der Saison eine deutliche Leistungssteigerung hingelegt hat und die Schützlinge von Cabezas und Huwé nicht so recht in Tritt kommen wollten. Besonders defensiv wurde den mutig agierenden Gästen zu oft zu viel Raum gelassen.
Am Ende steht Platz vier in der Relegationsrunde mit einer Bilanz von 9 Siegen und 5 Niederlagen. In den nun anstehenden Playdowns trifft Freak City im Modus „Best of Three“ auf den USC Heidelberg aus der Relegationsgruppe drei(4 Siege, 10 Niederlagen). Wer zuerst zwei Spiele gewinnt, qualifiziert sich –sportlich für die kommende JBBL-Saison.
„Wir müssen uns für die Playdowns deutlich strecken“, warnt Ricardo Cabezas. „Heidelberg ist stärker, als es die Tabelle vermuten lässt. Sie hatten keine klaren Niederlagen und waren fast in jedem Spiel auf Augenhöhe mit allen Teams aus ihrer Gruppe.“
Los geht es am Sonntag, 08.03., um 12:00 Uhr im Basketballcenter Hauptsmoor. Als besser platziertes Team hätte Freak City in einem möglichen dritten Spiel ebenfalls nochmal Heimrecht.
Fazit:
Ein Wochenende mit klaren Ergebnissen, aber vor allem mit klaren Entwicklungsschritten. Zwischen körperlicher Unterlegenheit, taktischer Reife und großem Kampfgeist zeigte sich einmal mehr: Freak City wächst – Woche für Woche.